Verantwortungsbewusstes Spielen bei Sportwetten

Mann legt Münzen in eine Schale, Smartphone liegt abgeschaltet auf dem Tisch

Sportwetten sind Unterhaltung mit finanziellem Risiko, keine Einnahmequelle und kein Ausweg aus Geldproblemen. Verluste lassen sich nicht verlässlich durch weitere Einsätze ausgleichen. Wer mit Geld wettet, das für Miete, Rechnungen oder den Alltag gebraucht wird, hat eine konkrete Warnschwelle überschritten.

In Österreich liegt das Mindestalter für Sportwetten bei 18 Jahren. Trotzdem kann ein legales Angebot problematisch werden: Entscheidend ist nicht allein, ob ein Konto eröffnet werden darf, sondern was das Wetten im Alltag verändert. Die Möglichkeit, jederzeit und an vielen Orten zu spielen, kann problematisches Verhalten begünstigen. Live-Wetten auf viele Ereignisse innerhalb eines Spiels erhöhen zusätzlich die Spielfrequenz. Spielautomaten und Sportwetten weisen unter den Glücksspielformen ein besonders hohes Suchtpotenzial auf.

Woran sich ein Problem erkennen lässt

Eine Glücksspielstörung zeigt sich oft zuerst in beobachtbaren Veränderungen. Wetten nehmen mehr Zeit ein als geplant; der Blick wandert während anderer Tätigkeiten wiederholt zum Spielstand oder zum Wettkonto. Nach einem Verlust folgt rasch der nächste Einsatz, weil das verlorene Geld zurückgewonnen werden soll. Einsätze werden erhöht, obwohl frühere Grenzen nicht gehalten wurden.

Weitere Warnzeichen sind geliehene oder zweckentfremdete Gelder, unbezahlte Rechnungen und Ausreden gegenüber nahestehenden Personen. Auch Streit, Rückzug aus gemeinsamen Aktivitäten, Schlafprobleme oder nachlassende Konzentration können damit zusammenhängen. Besonders aufschlussreich ist, wenn ein Stopp vorgenommen wird, aber nicht gelingt, oder wenn das Wetten trotz eigener Nachteile fortgesetzt wird. Das sind keine moralischen Urteile, sondern Hinweise, die eine fachliche Einschätzung sinnvoll machen.

In Österreich haben drei von 100 Erwachsenen Sportwetten abgeschlossen; 11 Prozent davon gelten als wettsuchtgefährdet. In der Steiermark hat sich die Zahl der Wettsüchtigen in den vergangenen fünf Jahren fast vervielfacht. Hinter solchen Zahlen stehen keine abstrakten Spielverläufe, sondern Menschen und ihre Beziehungen, ihr Geld und ihre Zeit.

Grenzen im Wettkonto

Anbieter können im jeweiligen Wettkonto Möglichkeiten zur Selbstbeschränkung oder Selbstsperre anbieten. Eine Selbstsperre kann ein erster Schritt sein, um das eigene Spielverhalten einzuschränken. Solche Funktionen gehören zum Konto beim Wettanbieter; Wettanbieterwetten-at nimmt keine Wetten oder Einzahlungen an, führt keine Spiele, eröffnet keine Spielerkonten, verarbeitet keine Zahlungen oder Auszahlungen und bearbeitet keine Selbstsperren. Das übernehmen die jeweiligen Anbieter.

Wettanbieterwetten-at ist ein unabhängiges Informations- und Vergleichsportal im Bereich Wettanbieter. Wenn Leserinnen und Leser über Links zu einem Anbieter wechseln und sich dort anmelden, erhält die Website eine Provision. Diese Geschäftsbeziehung kauft keine Bewertung: Die redaktionelle Einschätzung wird nicht durch eine Provision festgelegt.

Eine Kontosperre allein ersetzt keine Behandlung. Eine nachhaltige Behandlung einer Glücksspielstörung erfordert professionelle Beratung. Wer merkt, dass Grenzen nicht mehr eingehalten werden, kann sich direkt an eine Beratungsstelle wenden.

Wo Hilfe erreichbar ist

Die folgenden Anlaufstellen stehen an erster Stelle. Die Telefonnummern und weiteren Angaben sind hier vollständig aufgeführt.

Glücksspielsucht-Hotline (MedUni Wien, Suchttherapie) Telefon: 0800 20 5242 Kostenlos, österreichweit.

Spielsuchthilfe Telefon: 01 544 13 57 Website: https://www.spielsuchthilfe.at Beratung und Therapie, Stolberggasse 26, 1050 Wien.

Weitere Anlaufstellen in Österreich sind:

Ein Gespräch mit einer Beratungsstelle kann helfen, die Lage einzuordnen und nächste Schritte zu besprechen. Es muss nicht erst zu Schulden oder einem Zusammenbruch kommen, bevor Unterstützung gesucht wird.